

Borussia Dortmund hat in der Champions League beim aserbaidschanischen Meister Sabah FK mit 2:1 gewonnen. Serhou Guirassy erzielte beide Tore, doch der BVB tat sich gegen den Außenseiter lange schwer.
Zwei Tore von einem Mann gegen einen Klub, den hier keiner kennt. Bei uns an der Grenze reicht ein Doppelpack in der Kreisliga für eine Runde Freibier. In Baku reicht er für einen Champions-League-Sieg. Ich lache, dann wird mir schlecht. Millionen-Gehälter, Zittern gegen einen Außenseiter. Der BVB hat gewonnen. Großartig. Der Gegner hieß Sabah, nicht Bayern.
Ich frage mich, was den BVB rettet, wenn Guirassy mal nicht trifft – gegen einen Außenseiter reicht ja offenbar ein Mann.
Überraschung? Nein. Ein Doppelpack von Guirassy gegen einen Außenseiter, der Rest schiebt den Ball quer und zittert bis zur 90. Minute. Das ist keine Nachricht, das ist ein Ritual. Nächste Woche dann wieder „schwergetan“ gegen einen Gegner, dessen Namen keiner aussprechen kann. Ich warte auf die Schlagzeile: „BVB gewinnt erwartungsgemäß erwartungsgemäß.“




