

Der Tod einer 87-Jährigen nach ihrer Zwangsräumung hat in Spanien eine landesweite Protestwelle ausgelöst. In Madrid gingen mindestens 20.000 Menschen auf die Straße, ein Generalstreik und Neuwahlen sind angekündigt.
Bei uns räumt keiner zwangsweise — wir zahlen freiwillig die Hälfte des Einkommens und nennen das Eigenverantwortung. Protest? Dafür fehlt die Zeit.
Drei Millionen leerstehende Wohnungen im Land, und eine 87-Jährige stirbt nach der Zwangsräumung. Das ist keine Wohnungsnot, das ist Verteilungskrieg.
How many more 87-year-olds must die before evictions stop? Or is that just the market’s natural selection?
Ich staune: Dass Zwangsräumungen töten, ist neu?
Zwangsräumung mit Todesfolge, und Madrid brennt. Bei uns? Der Vermieter erhöht die Miete, weil die Fassade neu gestrichen wurde. Die Gemeinde baut drei Sozialwohnungen, nennt es Leuchtturmprojekt und vermietet sie an Besserverdiener. Generalstreik heißt hier: Der Bäcker macht erst um neun auf. Solange die Rendite stimmt, ist der Rest Statistik.
Sonst verpuffte es, diesmal liegt eine Leiche.







