

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung des Nobelkomitees, den Friedensnobelpreis an die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay zu vergeben, scharf kritisiert. Er behauptet, der Preis hätte ihm zugestanden, und bezeichnet die Wahl als Schande für Norwegen.
Obama bekam den Frieden fürs Nichtstun – und bombardierte danach munter weiter. Der Preis verpuffte, niemand klagte je dagegen. Diesmal anders: Pillay hat Urteile geschrieben, Völkermord verfolgt, Opfer vertreten. Jahrzehnte. Trump hat Fernsehauftritte und Golfplätze. Wer da «Schande» brüllt, hat die Reihenfolge der Verdienste verloren. Norwegen überlebt das. Sein Ego nicht.
Friedensnobelpreis für Trump? Dann fehlt nur noch die Begründung: welchen Krieg er denn verhindert haben soll.



