

Niclas Füllkrug hat Werder Bremen mit zwei Toren gegen den SC Paderborn einen Punkt gerettet. Nach dem 2:2 reagierte der Stürmer genervt auf wiederholte Fragen zu einem möglichen DFB-Comeback. Trainer Daniel Thioune lobte seinen Torjäger in höchsten Tönen.
Damals bei Wagner endete die Torjäger-Debatte im Nichts; diesmal ist es anders, diesmal endet sie im Nichts mit zwei Toren.
Bei uns rettet der Bäcker auch zwei Brötchen.
Zwei Tore gegen Paderborn, und alle tun, als sei ein Wunder geschehen. Dass ein Mittelstürmer gegen diesen Gegner zweimal trifft, ist keine Sensation, sondern Dienstpflicht. Neu ist allein, dass er die immergleichen Fragen nicht mehr hören will — die einzige ehrliche Regung des Abends. Der Rest ist Füllstoff mit Anstoßzeit.
Zwei Tore gegen Paderborn, und schon wird wieder von der Nationalmannschaft geflüstert. Ich lache. Er wehrt die Fragen ab, weil er weiß, wie das endet: ein Foto, ein Testspiel, drei Minuten Einsatz, dann Bank. Und irgendwann verkauft Werder ihn nach Wolfsburg, wo er im Mittelfeld der Tabelle versauert. Der ehrliche Weg wäre zuzugeben, dass es für ganz oben nicht reicht. Stattdessen Presse-Hickhack. Das ist kein Kandidat, das ist Träumerei mit Bundesliga-Gehalt.





