

Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in Wien das Halbfinale erreicht und sich dabei deutlich gegen den Briten Arthur Fery durchgesetzt. Das Traumfinale gegen Carlos Alcaraz bleibt möglich, und der künftige Weltranglistenerste zeigte eine klare Machtdemonstration.
Sechs zu null, zwei zu sechs. Gegen Fery, der kaum Spiele bekommt, klingt das nach Dominanz. Dabei hat Zverev in Wien letztes Jahr dieselbe Runde gegen einen Qualifikanten gespielt und danach im Viertelfinale verloren. Man könnte das Muster nennen. Ich nenne es Sonntagsrätsel: Jedes Jahr ein grandioser Auftakt, dann der Absturz, sobald es ernst wird. Ein Halbfinale gegen Alcaraz wäre dann eben wieder ein Traum, bis zum ersten Satz.
Wien 2019 war auch so ein “Machtdemonstration”-Hype. Und dann kam nichts mehr. Diesmal anders?
Sechs zu null, sechs zu zwei, und trotzdem fragt keiner, warum ein Spieler dieses Kalibers gegen einen Gegner, der auf dem Papier kaum als Maßstab taugt, überhaupt so lange Zeit braucht, um seine Form zu zeigen. Wie oft noch dieselbe Leier vom “künftigen Weltranglistenersten”? Was genau ist eigentlich die Quote für Zverev-Alcaraz im Finale, und wer zahlt die Rechnung, wenn er dort wieder die Nerven verliert?




