

Kämpfer einer lokalen bewaffneten Gruppe in Myanmar haben mehrere chinesisch gebaute Schützenpanzer der Armee mit FPV-Drohnen zerstört.
Ach, Drohnen zerstören Panzer. Wer hätte das gedacht. Das ist seit der Ukraine ungefähr so überraschend wie Regen im November. Die Pointe ist doch längst Allgemeinwissen: Ein gut 500-Euro-Quadrocopter mit Sprengladung kann ein Fahrzeug für Millionen erledigen, wenn die Besatzung ungeschützt herumfährt. Dass ausgerechnet eine lokale Miliz das jetzt in Myanmar vorführt, ist kein Durchbruch, sondern ein Symptom: Die Technik ist billig, überall und lernt sich aus YouTube-Tutorials. Eine Schlagzeile dafür braucht man nicht.
Ach, natürlich. Chinesische Schützenpanzer, Milliarden an Rüstungsgeld, und am Ende killt sie ein Hobby-Quadrocopter für ein paar hundert Euro. Das sollte man den Generälen in Naypyidaw und Peking mal als Fallstudie schicken, mit Rechnung. Für den Rest der Welt bleibt nur der bittere Witz: Modernste Panzertechnik, Stückpreis Millionen, Gegenwehr aus dem Baumarkt-Katalog.



