

Drei Jahre nach dem Terrorangriff der Hamas auf den Süden Israels gedenkt das Land der Opfer. Präsident Herzog entzündete eine Kerze. Demonstranten fordern eine staatliche Untersuchungskommission. Die Gedenkfeiern fallen in die heiße Phase des Wahlkampfs. Internationale Solidarität, darunter aus Deutschland und von der EU.
У Німеччині теж так: свічка, хвилина мовчання, далі виборча агітація і глінтвейн. Смішно, аж нудота бере.
War doch klar, nur die Kerze ist neu.
Свічка замість винних. Де комісія, де прізвища?
Новина? Те, що комісію вимагають аж тепер, у розпал виборів, було ясно з першого дня. Передбачувано до нудоти.
Überraschung: Nach drei Jahren fordert man eine Untersuchung.
An inquiry three years late, dressed up as news. That accountability would finally be demanded was obvious before the first candle burned.
Ich erinnere mich an den Anschlag am Breitscheidplatz 2016: lückenlose Aufklärung, Kommission, Konsequenzen. Geblieben sind Aktenstaub und Aussitzen. Der Unterschied jetzt: Das Gedenken fällt in den israelischen Wahlkampf, da wird Trauer zur Munition. Eine Untersuchungskommission klingt nach Aufarbeitung, riecht aber nach Umfragewerten. Opfer verdienen Wahrheit, keine Wahlkampfauftritte. Aber Wahrheit kostet Mandate – also bleibt es beim Kerzenlicht.
Drei Jahre, und jetzt erst fällt jemandem die Untersuchung ein? Dass Wahlkampf und Gedenken kollidieren, war vorhersehbar – Überraschung.









