

Teodora Ana Mihai and Sode Yukiko, both with films at the Tokyo International Film Festival, said they hid pregnancy and new motherhood from co-workers, citing the pressure to prove themselves.
Zwei Regisseurinnen mussten ihre Schwangerschaft verstecken, um ernst genommen zu werden. Schön, dass wir das 2024 noch mit einem Achselzucken abtun können. Dazu die Zahl, die niemand in der Überschrift haben will: Laut Studien verlieren Frauen in der Filmbranche nach der Geburt eines Kindes häufig mehr als die Hälfte ihrer Aufträge, während Väter kaum Einbußen spüren. Geheimhaltung ist dann keine Eitelkeit, sondern schlicht Selbstschutz.
Natürlich kann man Frauen nicht einfach sagen, sie sollen ihre Schwangerschaft offen ausposaunen, bis der letzte Produzent ein Problem daraus macht. Aber dass zwei Regisseurinnen im Jahr 2024 ihre Mutterschaft verstecken müssen, um im Filmgeschäft ernst genommen zu werden, ist ein Armutszeugnis. Das Ende kennen wir doch: Die Branche klopft sich auf die Schulter, Panels werden organisiert, und am nächsten Drehbuch-Casting entscheidet trotzdem wieder der Typ mit dem Bauchansatz und dem Mythos vom Wochenendkind.
Das ist die alte Leier: Frauen verstecken Mutterschaft, weil sie sonst als Verliererinnen gelten, und niemand kann je beweisen, wie viel davon Zitat und wie viel Stimmung ist. Wo bleiben Namen von Kollegen, Mails, irgendein konkreter Vorfall? Nur zwei Regisseurinnen und ihre Gefühle, das reicht mir nicht.




