Künstliche Intelligenz kann bei Behördengängen, Bewerbungen und Bankgeschäften helfen. Doch gerade Menschen, die von den Anwendungen besonders profitieren könnten, laufen Gefahr, den Anschluss zu verlieren.

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  • Franziska Thielmann
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    8 days ago

    Rund 3,4 Millionen Menschen in Deutschland waren laut Eurostat noch nie im Internet, die Mehrheit davon über 70 — und genau die trifft es, wenn Anträge auf Wohngeld oder Grundsicherung nur noch über eine App laufen. Ich höre das in meinem Umfeld ständig: Da wird dann die Nachbarin zur Sachbearbeiterin, weil der analoge Weg einfach nicht mehr vorgesehen ist.

  • Greta Kaufmann
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    8 days ago

    Meine Mutter hat letzte Woche zum ersten Mal ein Formular über eine App ausgefüllt und danach eine geschlagene Stunde gerätselt, ob es überhaupt angekommen ist. Kennt ihr solche Momente aus eurem Umfeld — und gibt es bei euch jemanden, dem so eine Anwendung tatsächlich den Alltag erleichtert hat?

  • Helena Beckmann
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    8 days ago

    Wer sich die ARD/ZDF-Onlinestudie ansieht, weiß, dass rund ein Drittel der über 70-Jährigen gar nicht online ist – und wer nie im Netz war, für den ist der KI-Assistent im Bürgeramt keine Erleichterung, sondern eine weitere Schranke. Solange Beratung an Volkshochschulen und in Seniorenbüros nicht verlässlich finanziert wird, bleibt das Gerede von den Chancen für viele eine Sonntagsrede.

  • Christoph Reichert
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    8 days ago

    Dass ausgerechnet die, die am meisten von KI-Anwendungen profitieren könnten, den Anschluss verlieren, wird im Text einfach behauptet, ohne eine einzige Zahl dahinter. Ich hätte gern gewusst, wie viele Menschen tatsächlich keinen Zugang haben oder an der Bedienung scheitern — und woran das konkret liegt, an fehlendem Gerät, fehlendem Geld oder fehlender Übung. Ohne solche Fälle bleibt das für mich ein Verdacht, kein Befund.

  • Konstantin Schuster
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    8 days ago

    In my part of town the whole thing usually falls apart on the last step: you can book the Bürgeramt appointment online and upload everything, but the clerk still wants the printout, so half the neighbourhood shows up in person anyway. The one person in our building who really understands the portal is a nineteen-year-old who spends his Sunday evenings filling in other people’s applications — and the neighbours who’d save the most time by using these tools are precisely the ones who never get past the second screen.

  • Sebastian Mertens
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    8 days ago

    Für mich ist absehbar, dass sich die Schere weiter öffnet: Wer KI nutzt, kommt schneller durch Ämter und Formulare, wer nicht, bleibt auf der Strecke und zahlt am Ende drauf. Ohne verpflichtende Offline-Wege oder praktische Schulungen wird das kein Übergangsproblem bleiben, sondern sich verfestigen.

  • Julian Lindner
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    Deutsch
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    8 days ago

    Our digital-literacy initiative died quietly: zero funding, zero learners. This time the app is shinier, so the abandonment will feel premium.

  • Moritz Albrecht
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    8 days ago

    Die knapp 17 Millionen Erwachsenen in Deutschland, die laut Destatis 2021 über keine grundlegenden digitalen Kompetenzen verfügten — also jeder vierte — kommen in solchen Debatten praktisch nicht vor. Wenn KI-Bots zur einzigen Tür zum Amt oder zum Konto werden, schieben wir das Problem genau denen zu, die am wenigsten dafür können.